Leckere & gesunde Kekse mit dem Wildkraut Nelkenwurz

Für gute Laune und starke Nerven!

Möchtest Du mal einen Keks backen, der gesund und dazu noch lecker ist? Dann ist vielleicht der besondere Fitmacher unter dem Gebäck - der sog. „Nerven- und Energiekeks“ (oder auch „Intelligenzplätzchen“) - nach Hildegard von Bingen etwas für Dich. Er ist mittlerweile bei mir fest im Speiseplan mit dabei und pure Energieaufladung!

Warum „Nerven- und Energiekeks“?

Hildegard von Bingen entwickelte ihre Rezepte ganz nach dem Motto „Dein Lebensmittel soll Dein Heilmittel sein“ und wählte dafür besonders gesunde, heilwertige Zutaten aus. So natürlich auch bei diesem Keksrezept! In ihnen sind größere Mengen an Gewürzen wie gemahlenem Zimt, Muskat, Nelken und Dinkelmehl enthalten, die alle eine anregende, stimmungsaufhellende und zugleich beruhigende Wirkung auf Dich haben.

Doch bevor ich zum Rezept und den Wirkungen komme, möchte ich Dir eine tolle Möglichkeit der Selbstversorgung zeigen, wie Du auf das benötigte, importierte Nelkengewürz verzichten und dafür einen einheimischen Nelkenersatz verwenden kannst! Einheimische Nelke direkt in Deiner Umgebung: Das Wildkraut Nelkenwurz. Die Nelkenwurz wurde früher als Ersatz für Gewürznelken verwendet und bewusst in Gärten zur Nutzung angebaut. Für Hildegard von Bingen war sie ein „Herba benedikta“ (gesegnetes Kraut) und wurde bei zahlreichen Leiden eingesetzt.

Die erste wichtige Frage, die sich Dir bestimmt jetzt stellt: Wo finde ich die Nelkenwurz? Du findest sie häufig in nährstoffreichen, feuchten, lichten Laub- und Mischwäldern, an Bachläufen und Gräben. Und in so manchen Gärten. Das Schöne ist, dass Du es auch jetzt zur Winterzeit sammeln kannst. Mehr Infos zur richtigen Bestimmung findest Du hier

Für das Nelkengewürz zum Backen der Kekse benötigst Du die Wurzel des Krauts. Das braucht ein bisschen Vorbereitung.

So stellst Du das Nelkengewürz her

  • Grabe die Pflanze mit samt der Wurzel mit einem kleinen Handspaten aus. Die noch guten Blätter kannst Du zum Kochen verwenden. Bitte darauf achten, nicht zu viele Wurzeln auszugraben, da das Kraut dann nicht mehr nachwächst.
  • Reinige die frische Wurzel mit Wasser und schneide sie klein.
  • Die Wurzel an der Luft oder in einem Dörrgerät trocknen.
  • Die trockenen Wurzelteile mit einem Mörser zerkleinern oder in einer Gewürzmühle klein mahlen.
  • Fertig ist das Nelkengewürz!

Gute Gründe warum Du den Genuss dieses Keks nicht verpassen solltest!

Hildegard von Bingen schreibt dazu: 

„Iss sie oft, und alle Bitternis deines Herzens und deiner Gedanken weiten sich, dein Denken wird froh, deine Sinne werden rein, alle schadhaften Säfte in dir minderer, es gibt guten Saft in deinem Blut und macht dich stark.“

Der Keks

  • stärkt Deine Nerven und beruhigt
  • sorgt für gute Laune, beseitigt Schwermut und Traurigkeit
  • bessert Deine Konzentration und stärkt all Deine 5 Sinne.
  • schenkt Dir neue Energie, hilft Dir mehr Leistung zu bringen
  • unterstützt bei Übersäuerung und Durchblutungsstörungen

Was zu beachten ist: Für Schwangere ist die Muskatnuss und daher der Keks nicht geeignet, da sie menstruationsfördernd wirkt.
Die Verzehrmenge bei Erwachsenen von täglich 4-5 Kekse und Kindern 3 Stück/Tag bitte nicht überschreiten, da größere Mengen an Muskat enthalten sind!

​Lust darauf bekommen, gleich ans Werk zu gehen, Wurzeln zu sammeln und die Kekse selbst zu backen? Dann findest Du hier das Rezept!

Rezept als PDF Download

Welche Ideen oder Erfahrungen hast Du mit der Nelkenwurz gemacht. Wofür verwendest Du sie?

 

Hinweis: Meine Infos in dem Blog-Artikel  stellen keine therapeutische Leistung dar, sondern sind lediglich beratender Art!

Kommentare

  • Atilla, Fr, 03/02/2017 - 09:44:

    Dein Kommentar: Hört sich lecker an. Doch was passiert wenn ich mehr davon esse? :)

    • Bild des Benutzers Alexandra Grosch
      Alexandra Grosch, Fr, 03/02/2017 - 23:05:

      Dein Kommentar: Ich hab keine Erfahrungen mit einer größeren Verzehrmenge gemacht, halte die empfohlene Menge wg. dem hohen Anteil an Muskatnuss bewusst ein und das bekommt mir sehr gut. Bei einer Menge von 5 - 30 g kann sich die toxische und halluzinogene Wirkung von Muskatnuss auf das zentrale Nervensystem auswirken (z. B. Übelkeit, Schwindel). 4 - 5 g Muskatnuss würde dann ca. 10 Keksen entsprechen, Die Menge an Muskatnuss kann auch reduziert werden, falls jemandem die Dosis zu hoch ist.

    Ich freue mich über Deinen Kommentar

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